Post beim Umzug
Nachsendeauftrag ändern oder stornieren: so geht es
Einen Nachsendeauftrag der Deutschen Post änderst oder stornierst du über den Kundenservice der Post, am schnellsten mit deiner Auftragsnummer. Ohne Nummer geht es auch, dann brauchst du einen Identitätsnachweis und etwas mehr Geduld.
Die kurze Antwort: Such zuerst die Auftragsnummer aus der Bestätigungs-E-Mail oder dem Bestätigungsschreiben. Sie beginnt meist mit U, A, N, M, L oder K. Damit änderst, stornierst oder kündigst du den Auftrag über die Hilfeseiten der Deutschen Post. Hast du über einen Drittanbieter bestellt, musst du dich an diesen wenden. Melde Änderungen so früh wie möglich, damit keine Post falsch läuft.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuständig | Kundenservice der Deutschen Post |
| Auftragsnummer beginnt mit | U, A, N, M, L oder K |
| Ohne Nummer | Identitätsnachweis nötig |
| Laufzeit Nachsendeservice | 6 Monate |
| Vorlauf neuer Auftrag | mindestens 5 Werktage |
Angaben laut Hilfeseiten der Deutschen Post, abgerufen im September 2026. Abläufe können sich ändern, prüfe im Zweifel die aktuelle Hilfeseite.
Wo findest du deine Auftragsnummer?
Die Auftragsnummer ist der Schlüssel für jede Änderung. Du findest sie an drei Stellen.
- Bestellbestätigung per E-Mail: Wer online im Shop der Deutschen Post bestellt hat, bekommt die Nummer direkt nach dem Kauf.
- Bestätigungsschreiben: Die Post schickt nach der Einrichtung einen Brief. Heb ihn zusammen mit den Umzugsunterlagen auf.
- Kopie des Auftragsformulars: Bei Beauftragung in der Filiale oder Poststation bekommst du einen Beleg.
Findest du nichts davon, kannst du die Änderung trotzdem beantragen. Die Post verlangt dann einen Identitätsnachweis, und die Bearbeitung dauert länger. Plane dafür einige zusätzliche Tage ein, besonders wenn der Umzug kurz bevorsteht.
Was kannst du an einem Nachsendeauftrag ändern?
Die häufigsten Änderungen betreffen das Datum, die Personen und die Adresse. Jede davon hat ihre eigene Tücke.
| Änderung | Typischer Anlass | Worauf achten |
|---|---|---|
| Startdatum verschieben | Umzug verzögert sich | vor Beginn melden, sonst geht Post zu früh weg |
| Person hinzufügen | Partner oder Kind vergessen | Post für fehlende Personen wird nicht umgeleitet |
| Namen korrigieren | Tippfehler, Doppelname | abweichende Namen werden nicht nachgesandt |
| Neue Zieladresse | Zwischenlösung, dann endgültige Wohnung | früh melden, im Zweifel neuer Auftrag |
| Stornieren | Umzug fällt aus | so früh wie möglich, vor Laufzeitbeginn |
Besonders tückisch sind Namen. Die Post sendet nur Sendungen nach, deren Name und Adresse zu den Angaben im Auftrag passen. Heißt deine Partnerin anders als du oder bekommt dein Kind eigene Post, müssen beide im Auftrag stehen. Ein privater Auftrag deckt bis zu zwölf Personen eines Haushalts ab.
Wie stornierst du einen Nachsendeauftrag?
Fällt dein Umzug aus oder verschiebt er sich um Monate, stornierst du den Auftrag über die Hilfeseiten der Post. Je früher, desto besser. Hat die Laufzeit noch nicht begonnen, ist eine Stornierung am einfachsten.
Läuft der Auftrag schon, sieht es anders aus. Dann kannst du ihn über denselben Weg kündigen oder ändern lassen. Ob dabei Geld zurückfließt, hängt von den Bedingungen der Post zum Zeitpunkt deiner Anfrage ab. Frag gezielt danach, bevor du eine Entscheidung triffst.
- Hilfeseite der Deutschen Post zum Nachsendeservice öffnen.
- Angeben, ob du die Auftragsnummer kennst.
- Gewünschte Aktion wählen: ändern, stornieren oder kündigen.
- Bestätigung abwarten und aufbewahren.
Ruf nicht nur an, sondern lass dir jede Änderung schriftlich oder per E-Mail bestätigen. Kommt später doch Post an der falschen Adresse an, hast du einen Nachweis in der Hand.
Kannst du den Nachsendeauftrag verlängern?
Die Deutsche Post bietet den Nachsendeservice laut ihren Hilfeseiten mit einer Laufzeit von sechs Monaten an. Brauchst du danach noch eine Umleitung, stellst du rechtzeitig einen neuen Auftrag. Rechne mindestens fünf Werktage Vorlauf ein, damit keine Lücke entsteht. Die Kosten liegen für Privatkunden bei 31,90 Euro online und 34,90 Euro in der Filiale, Stand September 2026.
Sinnvoller als eine lange Umleitung ist es meist, die sechs Monate zu nutzen, um alle Absender zu informieren. Jeder Brief, der noch an die alte Adresse gerichtet ist, zeigt dir eine Stelle, die du vergessen hast. Wie du den ersten Auftrag einrichtest und wen du informieren musst, steht im Beitrag Nachsendeauftrag beim Umzug.
Welche Umzugssituationen führen am häufigsten zu Änderungen?
Drei Fälle tauchen immer wieder auf. Für jeden gibt es einen praktischen Weg.
- Der Einzug verschiebt sich: Die neue Wohnung wird zwei Wochen später fertig. Verschiebe das Startdatum, sonst landet deine Post in einem Briefkasten, zu dem du noch keinen Schlüssel hast.
- Übergangswohnung: Du wohnst ein paar Wochen bei Freunden oder in einer möblierten Wohnung. Überlege, ob du den Auftrag erst ab der endgültigen Adresse startest und bis dahin die Post in der alten Wohnung abholst.
- Trennung im Haushalt: Zwei Personen ziehen an verschiedene Adressen. Dann braucht jede Person einen eigenen Auftrag mit ihrer Zieladresse.
In allen drei Fällen gilt: Je früher du den Kundenservice informierst, desto weniger Briefe gehen verloren. Die Checkliste im Beitrag Umzug richtig planen hilft, solche Termine von Anfang an einzuplanen.
Was tun, wenn du bei einem Drittanbieter bestellt hast?
Viele Menschen landen bei der Suche nach einem Nachsendeauftrag auf Seiten, die nicht zur Post gehören. Diese Anbieter leiten deinen Antrag weiter und kassieren dafür oft deutlich mehr. Mehrere Verbraucherzentralen warnen vor solchen Portalen.
- Änderungen: Wende dich zuerst an den Anbieter, bei dem du bestellt hast. Er hat deine Auftragsdaten.
- Bei der Post nachfragen: Frag beim Kundenservice, ob und wann ein Auftrag für deine Adresse eingegangen ist.
- Überhöhte Rechnung: Lass dich von der Verbraucherzentrale beraten, bevor du zahlst.
Für den nächsten Umzug gilt: Bestelle direkt im Shop der Deutschen Post oder in einer Filiale. Dann liegt alles in einer Hand, auch spätere Änderungen.
Welche Adressen musst du parallel ändern?
Ein geänderter Nachsendeauftrag hilft nur bei Briefen. Pakete werden seit dem 1. Juli 2024 nicht mehr nachgesandt, Pressepost ebenfalls nicht. Ändert sich deine Zieladresse, musst du deshalb auch an anderer Stelle nachziehen.
Denk an die Meldebehörde, wie im Beitrag Wohnsitz ummelden beschrieben, und an deine Fahrzeugpapiere, siehe KFZ ummelden. Auch dein Beitragskonto beim Rundfunkbeitrag braucht die neue Anschrift, wie im Beitrag Rundfunkbeitrag ummelden erklärt. Onlineshops, Arbeitgeber und Paketdienste änderst du in den jeweiligen Kundenkonten.
Kann ich die Zieladresse nachträglich ändern?
Ja, über den Kundenservice der Deutschen Post mit deiner Auftragsnummer. Melde die neue Adresse so früh wie möglich. Bei größeren Änderungen kann ein neuer Auftrag der einfachere Weg sein.
Was passiert, wenn ich einen Mitbewohner vergessen habe?
Dann wird seine Post nicht umgeleitet, weil er nicht im Auftrag steht. Lass ihn über den Kundenservice nachtragen. Ein privater Auftrag deckt bis zu zwölf Personen eines Haushalts ab.
Wie lange dauert eine Änderung?
Mit Auftragsnummer geht es in der Regel schneller. Ohne Nummer prüft die Post deinen Identitätsnachweis, was länger dauern kann. Melde Änderungen deshalb mehrere Werktage vor dem gewünschten Stichtag.
Bekomme ich Geld zurück, wenn ich storniere?
Das hängt vom Zeitpunkt und den Bedingungen der Post ab. Vor Beginn der Laufzeit ist eine Stornierung am einfachsten. Frag beim Kundenservice konkret nach einer Erstattung und lass sie dir bestätigen.
Kann ich einen laufenden Auftrag auf eine andere Adresse umstellen?
Wende dich mit der Auftragsnummer an den Kundenservice und schildere den Fall. Je nach Stand wird der Auftrag angepasst oder du stellst einen neuen. Plane dafür mindestens fünf Werktage Vorlauf ein.
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